|
15. März bis 26.August 2007
„...ansonsten der netteste mensch…“
von Andrea Groier
an der Bundesanstalt für Bergbauernfragen, Marxergasse 2/Mez., 1030 Wien
| |
|
Programm
Begrüßung: Josef Krammer
Einführung: Michael Groier, Josef Hoppichler
Musik: Chris "4er" Peterka
|
das motto der ausstellung verdeutlicht die ambivalenz der künstlerin sowie des menschlichen lebens allgemein und damit auch jenes der kunst.
…ansonsten der netteste mensch… spielt auch auf das therapeutische element aller künstlerischen prozesse und die fähigkeit der kunst, das böse und unbewältigte in uns zu thematisieren, abstrahieren und damit aufzulösen, an.
die exponate sind also einerseits in farbe und struktur geronnene abbilder auch der „dunklen“ und sonst verborgenen seiten der künstlerin bzw. des therapieprozesses malen.
andererseits visualisieren die bilder auch das ergebnis dieses bewältigungs- und reflexionsprozesses, also das kurz- oder langfristig geheilte „innere“.
grundthema der arbeiten der künstlerin ist die liebe zu den menschen und zum leben allgemein in ihrem umfassenden sinn, beziehungsweise die auseinandersetzung mit der liebe auf ihren unterschiedlichen ebenen.
dementsprechend nehmen auch die titel der bilder diese themen auf und spiegeln sie anhand unterschiedlicher alltagserfahrungen.
andererseits reflektiert das motto das kritische selbstbewusstsein der künstlerin, das sie sich in oft mühevollen lernschritten erarbeitet hat.
viele der bilder strahlen diese lebensfreude vor allem auch in form der kraftvollen farbgebung aus.
kleine teufelchen, kobolde oder andere kreaturen, die aus dem abgrund oder der tiefe der bilder auftauchen, symbolisieren auch irritationen, angst und unsicherheit und relativieren das oft vordergründig positive und einnehmende der bilder.
MICHAEL GROIER
zur programmatik
mehr Fotos: http://picasaweb.google.de/earthboar1959/BABF15MRz2007?authkey=JMbtYQhtJWM
"enthüllungen“
hopp und sebi entwerfen ein fremdbild der künstlerin. die vorgetragenen thesen des unsichtbaren (der schwarze) werden vom stummen (der weiße) szenische umgesetzt. spannungsfeld zwischen verbal und nonverbal, zwischen rational und emotional, eben die dialektik des lebens und damit auch der kunst.
„vernissage in progress“
die vorbereitung der ausstellung ist ein teil der ausstellung, kunst und malerei als prozess, bedeutung und relativierung des malaktes und des „produkts“, die künstlerin und die anwesenden gäste garantieren die immerwährende weiterführung des kunstschaffens
„begehbare kunst“
kunst als fußabstreifer, herunterholen der elitären kunst in die niederungen des alltäglichen kunstgebrauches. kunst als ein essentieller bestandteil des lebens.
schattenbilder: verbindung zwischen bildern und boden, zwischen „echt und unecht“, zwischen besonders und banal, zwischen der gemalten wirklichkeit und der fiktion.
„spiegelbild“
die betrachterInnen werden mit ihren diesbezüglichen gedanken selbst zum gemälde, zum sekundenbild. sie sind wie die künstlerin selbst teil all ihrer kulturellen und künstlerischen äußerungen. das spiegelbild symbolisiert die endlichkeit und relativität künstlerischer prozesse und werke. letzendlich ist jede betrachterIn auch künstlerIn
„invasion der frösche“
frösche als „hofnarren des kunstbetriebes“ drängen in massen von der straße in den „kunsttempel“, sind gäste und kritiker zugleich, lachen die künstlerische überheblichkeit und abgehobenheit von ihrem elitären podest, symbolisieren aber auch den heiteren, humoristischen aspekt der kunst. sie sind die katalisatoren der ausstellung, führen in und durch die austellung
|